Sonntag, 2. Dezember 2012

Sonntag, 30. September 2012

Wieder unterwegs 2012

Hallo Ihr Lieben, nach langer Zeit möchten wir jetzt ein Lebenszeichen von uns geben. Wir sind seit Anfang September wieder zu Hause. Hier ein paar Stationen auf unserem Weg von Sneek nach Frankreich Wie Ihr ja vielleicht wisst, sind wir am 03. Mai mit dem Bus von Epfenbach nach Heidelberg gefahren, Gott sei Dank hatten wir „nur“ jeder einen Rucksack. Ab Heidelberg hieß es dann Zug-fahren. Bis Sneek (Friesland ) mussten wir dann zwar 5 mal umsteigen, dafür war die Zugkarte für 2 Personen unschlagbar günstig. ( 75,- Euro ). In diesem Preis war sogar noch die Busfahrt von Sneek Bahnhof bis zu unserer Endstelle enthalten. Super!!!!!!!!!!!!! Wir sind auch gleich ein paar Tage später schon losgefahren. Wie im letzten Jahr haben wir auch diesmal den gleichen Weg genommen bis Marknesse. Dann haben wir die Route über die Hooge-Vaart genommen, wobei wir da ein bisschen Bauchschmerzen hatten. Laut Karte hatten wir ca. 6 Kilometer mit 5 festen Brücken, wobei die Höhe 2,50m beträgt. Normalerweise hätten wir laut Schiffsangaben exakt diese Höhe wenn alles „abgebaut“ ist. Da wir aber durch unsere Ladung immer tiefer im Wasser liegen wollten wir es einfach riskieren, außerdem haben wir nochmals genau nachgemessen und sind zu dem Ergebnis gekommen dass unsere Höhe ab Wasserlinie 2,42m beträgt. Und siehe da: wir sind unter allen Brücken gut durchgekommen. Bei dieser Route sind wir dann bei Almere Haven im Goimeer raus gekommen. Die Fahrt über Goimeer und vor allem dann über Ijsselmeer war schon ein kleiner Höllenritt. Wellenberge und viel Wasser übers Schiff, die Scheibenwischer hatten gut zu tun und doch fuhren wir stellenweise „blind“. Die Insel Hooft war unser Nothafen. Als wir in die Abdeckung der Insel kamen fühlten wir uns wie in einer totalen Ruhezone. Alle Anspannungen fielen von uns, besonders von mir (Andrea) ab. Im Laufe des Tages und bis zum frühen Abend kamen immer mehr Boote. Es gab kein freies Plätzchen mehr. Zwei größere Pötte gingen sogar unter Anker. Bei Muiden fuhren wir durch die Schleuse in die Vecht. Utrecht haben wir, wie im vergangenen Jahr auf dem Amsterdam-Rhein-Kanal umfahren, da wir einfach Bedenken wegen der gebogenen Brücken dort haben. Direkt in der Mitte ging es, aber die Seiten fallen doch sehr ab und wir möchten wirklich nicht irgendwo hängen bleiben. Aber wir haben die Stadt doch wieder besichtigt und zwar per Pedes. Bei Vianen sind wir in den Merwede Kanaal eingefahren, in Gorinchem kommt man durch die Schleuse in den Waal, quert diesen und ist in der Afgedamten Maas bis Heusden. Dann heisst das Gewässer Bergse Maas bis man bei S`Hertogenbosch in die Zuid-Willemsfahrt einfährt. Diese Route ist viel ruhiger zu fahren als die Maas, da man mit weitaus weniger Berufsschifffahrt zu tun hat. Bei Maastricht fahren wir im Albertkanal, welcher dann bis Lüttich zur Maas wird. In Dinant (Belgien) waren wir auf den Spuren von Adolphe Sax, dem Erfinder des Saxophons. Ab Givet waren wir auf französischen „Boden“, bzw. fuhren wir in französischen Gewässern. Jetzt heißt das gleiche Wasser Meuse, bzw. Canal de la Meuse. Früher hieß das Gewässer bis zum Zusammenfluss mit dem Canal de la Marne au Rhin Canal de l`Est branche Nord, aber heute heißt alles Canal de la Meuse. Diese Etappe ist sehr von der Geschichte geprägt. Wir waren in Sedan, Verdun, Lacroix sur Meuse, Saint Mihiel und auch die vielen anderen Orte und Städte auf der Strecke haben wir besichtigt, (vieles mit dem Fahrrad ). In Toul haben wir eine längere Pause eingelegt und sind mit einem Leihwagen nach Hause gefahren. Dort gab es ein großes Fest, unser Segelclub wurde 50. Bei der Rückfahrt haben wir unser Auto mitgenommen, welches wir schon in Corre abgestellt haben, wo wir unseren diesjährigen Winterliegeplatz haben. Ab Toul haben sind wir erst den Canal de la Marne au Rhin gefahren, u.a auch durch den Tunnel de Mauvages. Dort musste man noch bis vor ein paar Jahren, angehängt an einen Kettenschlepper durchfahren. Bei dieser Variante gab es doch immer wieder Probleme, heute „darf“ man alleine, ohne dieses Gefährt fahren, das hat sich als sicherer herausgestellt. Ab Vitry le Francois, dort wo 3 Kanäle zusammentreffen, fuhren wir den Canal entre Champagne et Bourgogne (früher Canal de la Marne a la Saone ) Auch auf dieser Etappe viel Geschichte. U.a. Städte wie oben schon erwähnt: Vitry le Francois, St. Dizier, Joinville, Chaumont, Langres – eine der 50 schönsten Städte Frankreichs. Bei Pontailler sur Saone verlässt man diesen Canal und befährt die Saone. Wir haben noch einen Abstecher nach St. Jean de Losne gemacht, wo wir unsere Freunde Margret und Horst getroffen haben. Nach 3 sehr schönen gemeinsamen „Grilltagen“ sind wir zu unserer letzten Etappe aufgebrochen. In Corre, (Ende Saone, Anfang Canal des Vosges ) sind wir am 1. September in den Hafen eingelaufen. Hier wartet unsere Liberté nun auf die Saison 2013!!!!!!!! So, das war ein kurzer Bericht. Es war wieder mal eine sehr schöne erlebnisreiche Zeit und wir freuen uns auf die kommende Saison Bis bald und liebe Grüsse Andrea und Peter *************************************************************************************
Abfahrt in Sneek


Heisser " Ritt" übers Ijsselmeer ( Kurzfilm )
Tunnelzufahrt
Der Hafen von Toul
absolute Stille
Rast in VERDUN
ruhiger Liegeplatz
Libertè wartet im Winterhafen von Corre auf die Saison 2013